ALEXANDRA SOSTMANN

„Einen „glasklaren Anschlag, fast nüchtern, durchdacht und durchsichtig, frei von Pathos, aber voller Poesie“ - so beschreibt der Bayerische Rundfunk das Klavierspiel der Pianistin Alexandra Sostmann. Große Begeisterung löst bei Kritikern und Publikum auch die ungewöhnliche stilistische Bandbreite ihrer Musikauswahl aus, die vom Barock bis zur Moderne, von Bach bis Xiaoyong Chen reicht. Dass sie als Solistin nicht nur auf den großen Konzertbühnen dieser Welt scheinbar mühelos von einer Epoche in die andere wechselt und ihre Zuhörer mit ihren grandiosen pianistischen Mitteln in ihren Bann zieht, beweist sie mit ihren zwei epochenübergreifenden Soloalben „Bach & Contemporary Music“ (2014) und „Bach, Byrd, Gibbons + Contemporary Music“ (2020), dessen gewagte Zusammenstellung und geniale Umsetzung von den Rezensenten gelobt und das zudem für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde.

Einen anderen, nicht minder spannungsreichen musikalischen Weg beschreitet die Ausnahmepianistin mit ihrem Soloalbum „Bach–Chopin“ (2017), in dem es ihr auf geniale Weise gelingt, die künstlerische Verwandtschaft der beiden so unterschiedlichen Komponisten intelligent und virtuos herauszuarbeiten. Eine Veröffentlichung, die in der Fachpresse nicht nur wegen der konzeptionellen Idee der Musikauswahl, sondern auch wegen der Feinheit und Transparenz in Alexandra Sostmanns Spiel hochgelobt wurde. Dass die Lufthansa das Soloalbum in sein Bordprogramm aufnahm, spricht für sich.

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Über zehn Jahre lang beschäftigte sich die Künstlerin mit einer weiteren, gern vernachlässigten Sparte der Klaviermusik: Als Mitgründerin des international erfolgreichen „Duo Villarceaux“ widmete sie sich der Klaviermusik für zwei Klaviere und zu vier Händen. Neben Rundfunk- und Fernsehaufnahmen liegen mehrere CD-Veröffentlichungen vor.

Alexandra Sostmann studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Prof. Volker Banfield und dem berühmten Bach-Interpreten Prof. Evgeni Koroliov sowie am Royal College of Music in London bei Dr. Peter Katin, wo sie ihr Studium mit dem Konzertexamen abschloss. Auslandssemester am Mozarteum in Salzburg sowie an der École Normale de Musique Alfred Cortot in Paris rundeten ihre künstlerische Ausbildung ab. Noch während ihrer Studienzeit gewann sie den 1. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Caltanissetta (1998). Weitere Auszeichnungen bei internationalen Klavier- und Kammermusikwettbewerben folgten. Seit vielen Jahren gehört sie zudem dem exklusiven Kreis der Steinway Artists an.

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Als Solistin und Kammermusikerin machte sie sich auf renommierten deutschen Bühnen wie auf internationalen Konzertpodien einen Namen. Große Anerkennung finden ihre Auftritte sowohl bei international bekannten Festivals als auch bei kleinen, aber feinen Musikfesten (z.B. Schleswig-Holstein Musikfestival) und bei regelmäßigen und sehr erfolgreichen Konzertreisen durch Südamerika, wo sie auch Meisterkurse abhält.

Auch die künstlerische Zusammenarbeit mit Komponisten und Künstlern aus anderen Sparten ist Alexandra Sostmann ein besonderes Anliegen. Mit der Choreographin und Ballettdirektorin Jutta Ebnother und der Kompagnie Nordhausen arbeitete sie z.B. bei der Inszenierung der „Kameliendame“ zusammen. Zu den Komponisten, mit denen sie eine enge Zusammenarbeit verbindet, gehören der an der Musikhochschule Hannover lehrende Jazzpianist und -komponist Markus Horn sowie der international renommierte chinesische Komponist Xiaoyong Chen, der für ihre neueste Solo-Einspielung ein Werk schrieb und der Künstlerin widmete.