ALEXANDRA SOSTMANN
Konzertpianistin
 

 

 

 

 



Die Pianistin Alexandra Sostmann gehört zum erlesenen Kreis der Musiker, die in ihren Programmen eine außergewöhnlich große stilistische Bandbreite präsentieren und dabei den Bogen von der Barockzeit bis zur Moderne spannen. Scheinbar mühelos bewegt sie sich auf den fein verzweigten Pfaden der Musikgeschichte – sei es im Konzert oder im Rahmen ihrer CD-Produktionen. 2014 erschien ihre Solo-Album „Bach & Contemporary Music“. Mit ihren intelligenten, sensiblen Interpretationen der Werke von Bach bis Xiaoyong Chen begeistert sie Kritiker und Publikum gleichermaßen. „Magische Augenblicke, die aus der CD eine faszinierende Entdeckungsreise in die Tiefe der Zeit machen“, schreibt beispielsweise Dr. Thorsten Preuß vom Bayerischen Rundfunk. In dem renommierten Portal „Musicweb International“ werden Sostmanns Bach-Einspielungen in einem Atemzug mit denen von Angela Hewitt, Murray Perahia, Robert Levin und Vladimir Feltsman genannt und im „FonoForum“ wird die höchste Wertschätzung prägnant auf den Punkt gebracht: „Musik und Klang: sehr gut!“.

Seit dem Spätsommer 2017 ist Sostmanns neueste CD auf dem Markt, die wieder in Zusammenarbeit mit dem exklusiven Label TYXart entstanden ist. In diesem Solo-Album widmet Sostmann sich Johann Sebastian Bach und Frédéric Chopin und eröffnet einen faszinierenden Blick auf die künstlerische Verwandtschaft dieser auf den ersten Blick so unterschiedlichen Komponisten. Ein verbindendes Element ist das Tänzerische, das Sostmann in ausgewählten Bach-Suiten und Chopin-Mazurken feinsinnig zum Klingen bringt. Die Rezensenten sind auch bei diesem CD-Projekt sowohl von der konzeptionellen Idee als auch von deren Umsetzung höchst angetan. „Wie klingt Bach, wenn man vorher Chopin gehört hat? Und wie Chopin, wenn man vorher Bach gehört hat? Auf dieses Experiment kann sich einlassen, wer die CD der Pianistin Alexandra Sostmann hört. Sie kombiniert Französische Suiten von Bach mit Mazurken von Chopin – bemerkenswert“ (NDR kultur, Deutschland, 24.09.2017). Das Onlinemagazin „Klassik Heute“ verleiht der CD in den Kategorien ‚Künstlerische Qualität‘, ‚Klangqualität‘ und ‚Gesamteindruck‘ die Höchstpunktzahl und wählt die Einspielung zur CD-Empfehlung der Woche.

Alexandra Sostmann studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Prof. Volker Banfield und dem berühmten Bach-Interpreten Prof. Evgeni Koroliov sowie am Royal College of Music in London bei Dr. Peter Katin, wo sie ihr Studium mit dem Konzertexamen abschloss. Auslandssemester am Mozarteum in Salzburg sowie an der École Normale de Musique Alfred Cortot in Paris rundeten ihre künstlerische Ausbildung ab. In Paris gehörte Marcella Crudeli zum Kreis ihrer Lehrer. Noch während ihrer Studienzeit gewann Alexandra Sostmann den 1. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Caltanissetta (1998). Weitere Auszeichnungen bei internationalen Klavier- und Kammermusikwettbewerben folgten.

Alexandra Sostmann konzertiert als Solistin und Kammermusikerin auf berühmten deutschen Bühnen (z.B. Konzerthaus Berlin, Frauenkirche Dresden, Laeiszhalle Hamburg), ist aber ebenso auf internationalem Parkett in Rom, Wien, Zürich, London, Paris, Amsterdam, Lissabon, in Südamerika, in den USA und Kanada zu erleben. Zu den Orchestern, mit denen sie auf der Bühne steht, gehören u.a. das Göttinger Sinfonie Orchester, die Kammersymphonie Berlin, das Filmorchester Babelsberg, die Cappella Istropolitana, das Orquesta Sinfónica de Bahía Blanca, das Orquesta Sinfónica Municipal de Mar del Plata und das Orchester Banda Sinfónica Municipal de Mar del Plata Argentina. Neben ihren Solo- und Orchesterkonzerten gibt sie ihr Wissen im Rahmen von Meisterkursen weiter.

Große Anerkennung finden ihr Auftritte sowohl bei international bekannten Festivals als auch bei kleinen aber feinen Musikfesten (z.B. Schleswig-Holstein Musikfestival, Klavier-Festival Ruhr, Festival d'Ile de France, Zentraleuropäisches Festival Žilina/Slowakei, Schweizer Klavierfestival „Klavierissimo“, Sunnisheimer Klaviertage). Über zehn Jahre spielte Alexandra Sostmann im international erfolgreichen „Duo Villarceaux“ und widmete sich der Klaviermusik für zwei Klaviere und zu vier Händen. Wie in ihrer Solokarriere zeichnet ihre künstlerische Arbeit auch hier eine außergewöhnliche Spannweite aus. So gehören zu ihrem Repertoire berühmte Konzerte für zwei Klaviere aus Barock, Klassik und Romantik ebenso wie selten zu hörende Kompositionen der Moderne und verschiedene Uraufführungen. Neben Rundfunk- und Fernsehaufnahmen liegen mehrere CD-Veröffentlichungen bei den Labeln Thorofon, Phoenix Edition und TYXart mit Werken von Ravel, Debussy, Strawinsky, Rachmaninoff, Piazzolla, Bach und zeitgenössischer Musik vor. Die CD-Einspielung des „Klavierduos Villarceaux“ mit Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ fand große internationale Anerkennung. Der Rezensent des „American Record Guide“ schwärmte: „… the two young German pianists are excellent – I’ve rarely heard better unison playing or greater understanding of the Stravinsky idiom.“ Im „El Mercurio“ (Santiago de Chile) war zu lesen: „Am schönsten war es zu hören, wie die Musik mit ihrer ganzen Kraft und rhythmischen Lebendigkeit geboren wurde, mit allem, was die Musik an mutiger klanglicher Erforschung bietet ... ein außergewöhnliches Ereignis.“ Im Frühjahr 2015 gab Alexandra Sostmann mehrere Konzerte in Südamerika, die direkt zu weiteren Engagements führten. So war sie im Herbst 2016 mit Orchesterkonzerten in Argentinien zu erleben und spielte u.a. in der bekannten Küstenstadt Mar del Plata Strawinskys Konzert für Klavier und Blasorchester. Publikum und Kritiker waren begeistert: „… die Musik war ein Geschenk Gottes …“ („La Capital“, Mar del Plata). Die Stadt Mar del Plata hat Sostmann offiziell den Status eines Ehrengastes verliehen und auch im Herbst 2017 wird sie dort wieder mit einem Meisterkurs und zwei Konzerten (Teatro Colon) zu erleben sein. Auf dem Programm stehen Bachs Klavierkonzert BWV 1052, Mozarts Klavierkonzert KV 466 und Ravels Konzert für Klavier linke Hand und Orchester.

Alexandra Sostmann ist die künstlerische Zusammenarbeit mit Komponisten und auch mit Künstlern aus anderen Sparten ein besonderes Anliegen. Mit der Choreographin und Ballettdirektorin Jutta Ebnother und der Kompagnie Nordhausen arbeitete sie z.B. bei der Inszenierung der „Kameliendame“ zusammen. Ebnother hatte als Ballettmusik für ihre Tanzversion der weltbekannten tragischen Liebesgeschichte Werke von Chopin und Liszt ausgewählt, die Alexandra Sostmann live am Flügel auf der Bühne interpretierte. Sostmann ist außerdem mit verschiedenen Programmen als Liedbegleiterin zu erleben (z.B. „Die Winterreise“). Zu den Komponisten, mit denen sie eine enge Zusammenarbeit verbindet, gehört der international renommierte chinesische Komponist Xiaoyong Chen.