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„…Da werden Verfeinerungsstufen heraufbeschworen, die allerdings mit großer Gelassenheit, völlig unaufgeregt daherkommen. Kontemplationen und Spiritualität geben sich gewissermaßen ein Stelldichein und dies muss man pianistisch erst einmal generieren können. Überhaupt stehen Sostmann grandiose pianistische Mittel zur Verfügung, auch eine signifikante pianistische und stilistische Beweglichkeit, die sich im Übrigen bis in Jazzregionen weitet… Ein hochinteressantes Album.“
- MDR Kultur

„...einfach nur Musik...nichts anderes...wie wohltuend..."
- SWR 2

„...Ihr Anschlag ist glasklar, fast nüchtern, durchdacht und durchsichtig, frei von Pathos, aber voller Poesie.
Wenn die Hamburgerin John Adams spielt, dann werden die Klangkaskaden zum Vorhang, hinter dem sich eine tiefere Wahrheit verbirgt. Und wenn sie die beiden großen Fugen aus Bachs Musikalischem Opfer spielt, kann man jede einzelne Stimme nachverfolgen oder sich auch einfach nur trösten lassen von der überirdischen Gelassenheit.
... Aus höfischer Tanzmusik der Renaissance wird hier Philosophie in Tönen.
Und wenn am Ende noch mal Bach zurückkehrt in seiner abgeklärten Melancholie, dann zieht man den Hut vor einer Pianistin, die mit Ihrem Nuancenreichtum den großen Stars in nichts nachsteht.“
- Dr. Thorsten Preuß, BR KLASSIK

"Wie sich zeigt, klingt Musik von William Byrd (1542–1623) und Orlando Gibbons (1583–1625), eingebettet in Minimalistisches von John Taverner oder John Adams geradezu progressiv. Zumal dann, wenn eine Interpretin wie Sostmann ihrem Flügel auch geradezu ätherische Glocken-Klänge entlocken kann, wenn es darauf ankommt. Ihre Kunst, Einzeltöne klar voneinander abzusetzen, aber doch melodische Linien zu gestalten, evoziert hie und da Assoziationen zum Cembalo-Klang, nutzt aber die erweiterten Möglichkeiten zu farblicher Differenzierung virtuos..."

- Wilhelm Sinkovicz, "Die Presse“, 09.06.2020

BACH, BYRD, GIBBONS + CONTEMPORARY MUSIC

Bei diesen neuen Einspielung geht es hauptsächlich um polyphone Bezüge zwischen den großen Kontrapunktikern Byrd, Gibbons, Bach und den zeitgenössischen Komponisten John Tavener, Oliver Knussen, John Adams, Markus Horn und Xiaoyong Chen. Eine "musikalische Klammer" bilden die beiden Bach-Ricercari aus dem "Musikalischen Opfer". Die spannende Verbindung der einzelnen, unterschiedlichen Werke zueinander entsteht durch die polyphonen Strukturen, die modalen Kirchentonarten oder durch religiöse, spirituelle Bezüge. 429 Jahre liegen zwischen dem Werk Byrds und dem für die CD komponierten Werk von Xiaoyong Chen. Den Hörer erwartet mit "Bach, Byrd, Gibbons & Contemporary Music" eine Aufnahme, die wunderbar durchhörbar ist, ja im positiven Sinne unanstrengend. Er muss sich auf die Tiefe, den Raum und manchmal auch auf die Stille einlassen — und dies lohnt sich, da die Musik das eigene Selbst verändert und die Aufmerksamkeit auf uns richtet.



Bach, Byrd, Gibbons + Contemporary Music
Alexandra Sostmann, Klavier
TYXArt, 2020
Bestell-Nr.: TXA20145